Netzwerk Pflasterbau

Brandenburg

Brandenburg a. d. Havel  – Wanderausstellung: Pflasterhandwerk – Zunft mit Zukunft, zu Gast im ÜAZ Brandenburg –  Eine ganz besondere Kunst wird im ÜAZ Brandenburg vorgestellt. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftswerk der Vereine IG Deutscher Pflasterer und Steinsetzer e.V., Qualitätssicherung Pflasterbauarbeiten e.V. und dem Forum Natursteinpflaster e.V. mit dem Netzwerk Pflasterbau und trägt den Titel „Pflasterhandwerk – Zunft mit Zukunft“.

               

Vorgestellt werden soll das Berufsbild in seinen vielfältigen Facetten, auch den kulturellen und künstlerischen. Bis zum 12. April 2019 besteht die Möglichkeit, sich anhand von anschaulichen und beeindruckenden Schautafeln, Bildern und Ausstellungsstücken über die Geschichte und Bedeutung des Pflasterhandwerks zu informieren.

 

 

Ausbildung als Straßenbauer

„Pflastern ist nach wie vor eine Notwendigkeit – und eine Kunst dazu“, erklären die Organisatoren. Das präsentiere die Schau, indem sie die Einsatzbereiche dieses Handwerks an praktischen Beispielen aus dem gesamten Bundesgebiet aufzeige. Der Beruf des Pflasterers existiere in seiner ursprünglichen Form nicht mehr. Wer sich für eine Arbeit in diesem Bereich interessiere, für den komme eine Ausbildung als Straßenbauer in Frage. Das seien gefragte Fachkräfte, ihre Berufsaussichten seien so gut wie selten zuvor. Die Betriebe des Straßenbauer-Handwerks bieten nämlich interessante Ausbildungsberufe an: Tiefbaufacharbeiter, Straßenbauer, Kanalbauer, Rohrleitungsbauer und Baumaschinenführer.

 

Arbeitsgeräte aus dem Straßenbau als Sammlerobjekte

Dass die Präsentation nach Brandenburg kommt, ist dem Dipl.-Ing. Rüdiger Singbeil, dem Kurator der Ausstellung und Obermeister der Straßenbauer-Innung Braunschweig sowie Herrn Dipl.-Ing. Claus-Peter Spuhn (1. Vorsitzender Forum Natursteinpflaster e.V. und Freier Sachverständiger für Natursteinpflaster) zu verdanken. Weil Herr Singbeil über bundesweite Kontakte alte Unterlagen, Arbeitsgeräte sammelt und pflegt, hatte man ihn darum gebeten, einige zur Ausstellung beizutragen. Hämmer, ein Richteisen, eine Vier-Mann-Ramme und eine große Explosionsramme aus seinen Beständen können im Foyer in der Nähe des Haupteinganges betrachtet werden. „Ich denke, dass es in Brandenburg und Umgebung viele interessierte Laien und auch Fachleute gibt“, sagt Claus-Peter Spuhn, „die sich die Ausstellung gern anschauen möchten.“

 

Als Freier Sachverständiger für Natursteinpflaster, war es ihm wichtig darauf hinzuweisen, dass aus seiner Sicht wieder mehr Natur- als Kunststein verarbeitet werden sollte. Naturstein sehe sehr schön aus, erklärte er, und halte bis zu dreimal länger als Kunststein. Neben Exponaten und Materialien gibt die Ausstellung einen geschichtlichen Überblick und spannt dabei den Bogen von den ersten historischen Pflasterstraßen bis hin zur Gegenwart. Anhand der Bilder und Exponate kann den zukünftigen Auszubildenden direkt ein Einblick in die zukünftige Berufspraxis gegeben werden.

 

 

Plakat Pflasterausstellung Brandenburg