Netzwerk Pflasterbau

PFLASTERHANDWERK –

ZUNFT MIT ZUKUNFT


Die Ausstellung zeigt Geschichte und Bedeutung von Pflasterhandwerk

„Das Qualitätsbewusstsein bei Auftraggebern muss gesteigert werden“

Das Pflasterhandwerk zählt zu den ältesten Handwerkszünften Europas. Pflasterung prägt wesentlich
die städtebauliche Qualität und Aufenthaltsqualität öffentlicher Räume. Pflasterung ist Baukultur par
excellence. Die Städte mit historischem Stadtkern haben dies früh erkannt und in den letzten 25 Jahren
ihre zentralen Bereiche nach und nach mit hochwertiger Pflasterung ausgestattet.

In ihrem Grußwort zur 1. Eröffnung der Ausstellung und Fachtagung „Pflasterhandwerk – Zunft mit Zukunft“ erklärte die Schimherrin Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg Frau Kathrin Schneider: „Das Pflasterhandwerk macht deutlich, dass auch älteste Gewerke hochmodern sein können.

Pflasterung verdeutlicht Baugeschichte, prägt den öffentlichen Raum und setzt baukulturelle Akzente. Ohne hochwertige Pflasterung wären unsere historischen Stadt- und Ortskerne heute gar nicht mehr vorstellbar. Die alte Zunft der Pflasterer ebnet somit den Weg für attraktive und zukunftsfähige Städte. Dazu gehört auch, dass die Pflasterung so ausgestaltet wird, dass der öffentliche Raum für alle Benutzer ohne Einschränkung begehbar ist.“

Die 1. Ausstellung mit Fachtagung „Pflasterhandwerk – Zunft mit Zukunft“ fand im Rahmen von Kulturland Brandenburg statt, das im Jahr 2016 unter dem Motto stand: Handwerk zwischen gestern und übermorgen.

„Pflasterhandwerk – Zunft mit Zukunft“ – unter diesem Motto steht diese Wanderausstellung, die ab Frühjahr 2017 zunächst im Raum Niedersachsen, Bremen, Hamburg und später auch in Hessen, NRW und Bayern gezeigt wird, eventuell sogar Bundesweit.

Neben Exponaten und Materialien gibt die Ausstellung einen geschichtlichen Überblick und spannt dabei den Bogen von den ersten historischen Pflasterstraßen bis hin zur Gegenwart. Auszubildende der Überbetrieblichen Ausbildungszentren zeigen z.B. am Tag der Ausstellungseröffnung in der jeweiligen Region ihr Können und bepflastern eine Freifläche.

Initiiert und organisiert wurde die erste Wanderausstellung von der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg und der VSVI Berlin-Brandenburg. Diese Ausstellung startete Anfang April 2016 und wird bis März 2017 noch in der Region Brandenburg – Leipzig zu sehen sein. „Mit der Ausstellung wollen wir deutlich machen, wie anspruchsvolle Pflasterarbeiten auszuführen sind. Die Qualität von Pflasterhandwerk wird durch eine solide Ausbildung begründet und kann nicht nebenbei erlernt werden.
Wir möchten mit der Wanderausstellung und den daran anschließenden Fachtagungen für Planer, Bauaufsicht und Bauausführende dazu beitragen, dass das Bewustsein für qualitativ hochwertige Pflasterarbeiten bei öffentlichen und privaten Auftraggebern gesteigert wird.“
„Richtig ausgeführt, gehören Pflasterungen zu den ältesten und damit haltbarsten menschlichen Bau werken. Es gibt nicht umsonst hohe Ansprüche an Pflasterarbeiten: Diese müssen vor Ort stabil sein und vor allem allen Witterungen widerstehen können. Planung und Ausführung der Arbeiten setzen also großes Können und lange praktische Erfahrung voraus. Die Attraktivität des Berufs des Pflasterers steigern wir durch die Sensibilisierung des Qualitätsbewustseins jedes einzelnen Mitarbeiters.“

Zielgruppen sind zum einen interessierte Bürger, mögliche Auszubildende, die über diese Themen im Allgemeinen informiert werden sollen, Architekten, Bauunternehmer oder Investoren.

Exkursionen, Vorträge, Unternehmensbesuche
In Kombination mit der Wanderausstellung können Exkursionen zu gebauten Beispielen, Unternehmens
besuche sowie Vortragsabende oder Fachtagungen gemeinsam mit den Akteuren vor Ort organisiert
werden.